Aufarbeitung Büssing


Die Sanierung des zweiten Büssing Präfekt hat begonnen. Nach seiner Dienstzeit beim Roten Kreuz ist er vor mehreren Jahren zu uns nach Wuppertal gekommen. Nach langer Standzeit gehen die Arbeiten nun zügig voran, überall wird geschliffen, geschweißt und lackiert. 

Aber sehen Sie selbst.


Es geht vorran

In der zwischenzeit ist einiges passiert, die Bremsanlage an der Hinterachse ist fertig und komplett montiert. Unter dem Fahrzeugboden wurde alles auf vordermann gebracht, die überarbeiteten Hauptbremszylinder montiert, Leitungen entrostet und neu befestigt. 

Als nächsten großen Schritt geht es ans spachteln, schleifen und grundieren.




Bremswirkung    

In den Wuppertaler Bergen sind gute Bremsen nötig, aus diesem Grunde wurde die komplette Bremse an der Hinterachse zerlegt. Alle Teile wurden gründlich überprüft, gereinigt und aufgearbeitet. Zu den Neuteilen gehören unteranderem die Radbremszylinder und Bremsleitungen.  Beim zusammenbau wurde genau drauf geachtet wo welche Teile hinkommen und das alles leichtgängig ist. Das Endergebnis kann sich sehen lassen.




Von oben nach unten    

Während an einigen Stellen schon wieder zusammengebaut wird, wird an anderen Stellen weiter demontiert. Nach dem die Außenhaut der Dachluken fertig verklebt ist, werden die Streben im inneren noch mit Blechen versteift. Das gibt der ganzen Dachkonstruktion wieder ihre gewohnte festigkeit und die Passagiere können beruhigt einsteigen. 

Die ausgebaute Vorderachse wartet auf ihre weitere restaurierung. Dazu werden die Räder demontiert um arbeiten an den Bremsen erledigen zu können.




Radlauf und Co    

Von unseren Radläufen war nach 43 Jahren leider nicht mehr viel übrig geblieben, wir mussten den Rost großflächig entfernen und neue Bleche einschweißen. Nachdem diese ordentlich eingeschweißt wurden, konnten wir alles mit Rostschutzfarbe streichen und abdichten. Auch an anderen Stellen hat der Rost gewütet. Hier zu sehen das Knotenblech an der Vorderachse.




Dachschaden?

Mittlerweile haben wir diesen nicht mehr, denn unser Dach ist nun wieder komplett.

Nachdem wir die Dachluken aus unserem Teilespender ausgebaut haben, wurden sie nun mit Nieten eingebaut. Damit alles schön dicht ist wurde zusätzlich noch mit Karosseriekleber  gearbeitet. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen.



Karosserie arbeiten

Neben den Trägern, welche im Bodenbereich entrostet werden. Musste auch das Blech unter dem ehemaligem Fahrerfenster neu gemacht werden. Dort hatte sich das Wasser den Weg in den Innenraum gesucht und ordentlich Rost hinterlassen.



Gähnende leere

Mittlerweile ist alles ausgebaut und auch der Holzfußboden wurde entfernt. 

Jetzt kommen wir ohne Probleme an alle Träger ran, können sie entrosten und mit frischem Rostschutz versehen. Das Bodenblech für die Pedalen war leider nicht mehr zu retten und wird ersetzt.

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Alles muss raus

Nachdem Innen schon alles ausgebaut wurde, durfte der Klimaschrank auch nicht mehr bleiben. Er wurde samt Schrankumbau ausgebaut und befindet sich zur Zeit in Aufarbeitung. Raus mussten auch die ersten Träger, falls man sie noch "Träger" bezeichnen durfte.  Zu sehen ist auch der vordere Einstieg, er musste auch weichen.



Verstärkung rückt an

Aus Düsseldorf ist zur Verstärkung ein weiterer Büssing Präfekt angereist. Allerdings wird dieser nicht restauriert, sondern dient uns nur als Teilespender.

Unteranderem brauchen wir noch Dachluken, welche wir nun großzügig 

rausschneiden können. 

 

Innen und Außen

An allen Seiten wird gearbeitet. Nachdem die zusätzlichen Wände und Einrichtungen ausgebaut waren, kam man an die Fenster ran und konnte die Folien entfernen. Später werden die Scheiben noch komplett ausgebaut und bis zum 

wiedereinbau ordentlich eingelagert.

Ob der 6 Zylinder unserem Schätzchen noch Leben einhauchen kann wissen

wir leider nicht. So lange darf er sich zu den Scheiben gesellen, denn es gibt noch genug andere Arbeiten.

 

Auf gehts...

... aber hier möchte wohl kein Fahrer mehr sitzen. Somit musste auch der Fahrerarbeitsplatz weichen. Das mit dem weichen haben die Dachluken leider falsch verstanden. Denn die wurden bei einer Bergeübung des Roten Kreuz herausgetrennt. Somit klaffen dort noch zwei Löcher.

 

Erstmal ist ausräumen angesagt

Unser Büssing wurde beim Deutschen Roten Kreuz nicht geschont und hat dort so einiges mitgemacht. Für die eigenen Zwecke wurde eine kleine Küche und mehrere Trennwände eingebaut. Folien untersagten den Einblick ins Innere. Was uns sehr positiv stimmte war die gute Substanz der Karosserie, hier gibt es nur eine Hand voll Stellen wo wir ran müssen.

 

Es tut sich was

Ein weiteres Schmuckstück in der Flotte wird der zweite Präfekt einmal darstellen.

"Am Anfang war alles nur Schrott" ist auch hierfür das passende Sprichwort.

Begleiten Sie die Fortschritte Woche für Woche und erleben Sie mit, wie unserem Oldie neues Leben eingehaucht wird.